Prozess

Der therapeutische Prozess

Ein aus diesem „Aufklärungsprozess“ (Psychoeducation) sich entwickelndes Verständnis beim Patienten für die eigene Situation schafft nun die Grundlage mit Hilfe verschiedener indizierter Methoden der Verhaltenstherapie in die eigentliche Kernphase der Behandlung einzusteigen.

Salopp ausgedrückt könnte man hierzu in der Kurzfassung folgende Fragen formulieren:

  • Woher kommt mein Problem, und wie nennt man dies?
  • Was hindert uns daran, dass das Problem von selbst wieder verschwindet?
  • und vor allem: Wie werden wir das Problem wieder los?

Hierfür bieten die Leitlinien der Verhaltenstherapie nun eine Vielzahl therapeutischer Techniken wie Beispielsweise

  • Expositionsübungen bei Angst- und Zwangserkrankungen
  • kognitive- und Verhaltensübungen bei depressiven Erkrankungen und Esstörungen, sowie bei Lebens- und Entwicklungskrisen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • soziales Lernen und Verhaltensmodifikation
  • Übungen zur verbesserten Selbststeuerung
  • Entspannungsübungen zur Angst-und Stressbewaltigung
  • Training zur Verbesserung der Selbststeuerung und dem Konfliktmanagement
  • Und Vieles mehr

Daraus leitet sich, mit der aktiven Einbeziehung des Patienten in den therapeutischen Prozess, ein grundsätzliches, übergeordnetes Therapieziel ab:
Dem Kind oder Jugendlichen eine gewisse „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu vermitteln, in dessen Verlauf sich der Patient langsam aber stetig eigenverantwortlich zu seinem eigenen Therapeuten entwickelt.