Etwas über das Behandlungsverfahren der Verhaltenstherapie
In den therapeutischen Sitzungen der Verhallenstherapie (VT) wird gemeinsam mit dem Patienten, im Gegensatz zu der Tiefenpsychologisch- analytischen Lehre, nicht vordergründig die Veränderung oder Nachreifung sogenannter Persönlichkeitsstrukturen angestrebt.
Stattdessen wird versucht, gezielt mit Hilfe verschiedenster therapeutischer Techniken, an einer Verhaltensänderung des Patienten zugunsten einer Symptomreduktion, sowie einer Verbesserung des persönlichen Wohlbefindens zu arbeiten.
Zum Einstieg dienen hierzu die sog. probatorischen Sitzungen.
Hierdurch wird neben dem gemeinsamen gegenseitigen Kennenlernen – passen Patient und Therapeut überhaupt zusammen? – durch den Einsatz testdiagnostischer Instrumentarien (standardisierte Fragebögen, Testverfahren, Fragestellungen) eine konkrete Diagnosenstellung und Problemakzentuierung ermöglicht.
Des weiteren wird auf der Grundlage einer ausführlichen Anamnese (Erhebung der Lebensgeschichte) vorab mit den Beteiligten versucht, mögliche lerngeschichtliche Erklärungsmodelle und Hinweise für eine bestehenden Störung, sowie deren begünstigenden und aufrechterhaltenden Bedingungen zu erarbeiten.
Hierdurch wird dem Patienten ermöglicht, ein besseres Verständnis für die individuelle Erkrankungssituation zu entwickeln, wobei mittlerweile neben den beschriebenen lern- und lebensgeschichtlichen Faktoren, im Rahmen der Forschungsentwicklung, auch zunehmend die erbgenetischen Einflüsse als mögliche Hintergründe für eine Symptombildung mit einbezogen werden.
